Setzt ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie!

Am Sonntag den 12. April treffen wir uns um 13 Uhr am Haupteingang des Tempelhofer Feldes (Columbiadamm 124) um ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie zu setzen.

Initiator der Demonstration ist der 18jährige Neuköllner Nasser el-Ahmad. Er sollte wegen seiner Homosexualität zwangsverheiratet werden. Als er sich Hilfe beim Jugendamt suchte wurde er von seiner Familie entfürt um  im Libanon ermordet zu werden.

Er ging mit seiner erschütternden Geschichte an die Öffentlichkeit und setzt sich seither für die Rechte von queeren Menschen ein.

In seinem Aufruf schreibt er: „Bezirke in Berlin wie Neukölln, Marzahn,… sind nicht wirklich offen gegenüber der Toleranz für Homosexuelle.

Gerade in den muslimischen Communities in Neukölln läuft der Dialog über die Rechte homosexueller Menschen nur langsam an. Im Herbst letzten Jahres lud die Şehitlik-Moschee zu einer Veranstaltung zum Thema „Islam und Homosexualität“. Auf Druck der türkischen Religionsbehörde und des Berliner Moschee-Vereins musste der Vorsteher Ender Çetin jedoch auf eine Kirche ausweichen, weswegen der LSVD der Debatte fernblieb. Die Şehitlik-Moschee, die betont für Homosexuelle offenzustehen, ist wie andere muslimische Einrichtungen zudem immer wieder rassistischen Anfeindungen und Anschlägen ausgesetzt. In diesem Spannungsfeld ist es für homosexuelle Muslime zusätzlich gefährlich für ihre Rechte einzustehen und in den eigenen Communities eine Position zu entwickeln.

Ich rufe euch dazu auf euch am 12. April solidarisch zu zeigen und die Demo vor homo- und transphoben oder rassistischen Anfeidungen, sowie vor Missbrauch zur Bestätigung rassistischer Narrative zu schützen!

Rückblick auf die #Hanfparade 2014

Am letzten Samstag habe ich im dritten Jahr in Folge auf der Hanfparade gesprochen.

Ich will euch kurz ein paar Eindrücke geben:

 

Die Stimmung war wie immer sehr gut, das Bündnis breit und die Organisation von Steffen Geyer toll!

Wir hatten einige aktuelle Veränderungen zur Legalisierung von Cannabis zu thematisieren. Zum einen die Liberalisierung in einigen US-Staaten, zum anderen das Gerichtsurteil, das es Schmerzpatienten unter gewissen Umständen erlaubt selbst Cannabis anzubauen.

Leider hatte die Demonstration mit 6000 weniger Teilnehmer*innen als wir uns erhofft hatten. Auch habe ich das Gefühl, dass trotz Expertenmeinungen und kleinen Erfolgen vor Gericht die Debatte in der Öffentlichkeit nicht wirklich vorankommt. Immer noch werden Aktivist*innen und Politiker*innen die sich für eine Entkriminalisierung einsetzen belächelt. Entgegen anders lautender Wahlversprechen wird sich im Parlament ungern aktiv dafür eingesetzt. Vielleicht aus Angst den Anschluss an die vorurteilsbehaftete bürgerliche Mitte zu verlieren.

Mehr Mut wäre dringend notwendig um eine Enttabuisierung in der öffentlichen Debatte zu erreichen und Betroffene von Repressionen unterstützen zu können.

Meine diesjährige Rede findet ihr hier:

 

Danke an @JeZ_Zc die die Orga für die Piratenpartei übernommen hat und an alle die anderen Beteiligten.